Melancholie über der Welt. Fujikato #11 zum Ende des Sommers

Lange nichts gehört von Fujikato. Seit der letzten Ausgabe, die im Januar dieses Jahres erschien und besondere Kleidungsstücke in Szene setzte, ist eine Menge Wasser den Rhein runtergeflossen. Andere Projekte sind in den Vordergrund getreten, Tanzi Tanzi zum Beispiel, und dann stand auch noch eine Preisverleihung an, die mit viel Trara und Aufregung einherging. Jetzt werden die Tage langsam wieder ruhiger – und kürzer. Und damit sind wir schon beim Thema von Ausgabe Nummer 11 des heiß geliebten Kunst- und Fotomagazins: Die widmet sich nämlich dem Ende des Sommers.

Wenn der Sommer zu Ende geht, machen wir viele Dinge zum letzten Mal. Zum letzten Mal, bevor der Herbst Einzug hält – und nach ihm der Winter. Das letzte Mal die Zehen im Sand vergraben. Das letzte Mal über die unerträgliche Hitze stöhnen. Das letzte Mal eine Shorts tragen, Sandalen und eine Sonnenbrille. Der letzte Sprung in den Baggersee. Die letzte Freibad-Pommes. Der letzte ausgelassene Abend im Biergarten. Das letzte Spaghetti-Eis, bevor die Eisdiele für viele Monate im Winterschlaf versinkt. Die letzte Nacht, in der man durch die laue Luft im T-Shirt heim radeln kann. Das letzte eiskalte Bier vor dem Beginn der Tee-Saison.

Die spezielle Melancholie, die über der Welt liegt, wenn der Sommer leise Servus flüstert, möchte Fujikato #11 einfangen – und konservieren. Wenn die Zugvögel, denen wir zum Abschied gewunken haben, längst ihr Winterquartier im Süden erreicht haben, werden wir die Bilder der letzten Sommertage betrachten und früh zu Bett gehen. Und irgendwann, in ferner Zukunft, werden wir die Minuten zählen, die die Tage wieder länger werden. Und uns auf das Wiedersehen mit den Zugvögeln freuen. Bis es aber so weit ist, übernimmt erst mal die Dunkelheit.

Hefte und Prints sind gegen 3 Euro für Verpackung/Versand (nur Heft) beziehungsweise 13 Euro (Heft und Print) unter salut@theycallitkleinparis.de zu bestellen.

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