Crowdfunding für Oberbilk-Buch gestartet

Der Fotograf Markus Luigs und die Journalistin Alexandra Wehrmann arbeiten derzeit gemeinsam an einem Buch über den Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk. Um den umfangreich betexteten Bildband „Oberbilk. Hinterm Bahnhof“ realisieren zu können, haben die beiden nun ein Crowdfunding gestartet. Unter startnext.com/oberbilk können Interessierte das Projekt unterstützen. Für ihre Supporter haben sich die Macher des Buchs ein paar tolle Überraschungen einfallen lassen. Es gibt exklusive Rundgänge durch Oberbilk, Fine-Art-Prints mit Motiven aus dem Stadtteil – und sogar ein Shooting mit Markus Luigs kann man sich mit dem nötigen Kleingeld sichern.
Die Crowdfunding-Phase läuft bis zum 11. Dezember. Luigs hat mit Gruppenfinanzierung in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht: Sein 2017 erschienener Bildband „Düsseldorfer Perlen“ konnte auf diese Art verwirklicht werden.

Den Coup möchten Wehrmann und Luigs mit dem neuen Buch gerne wiederholen. Seit 2018 sind sie bereits hinter dem Hauptbahnhof unterwegs und in der Zeit ist reichlich Material entstanden. Der Fokus liegt dabei – ähnlich wie bei Wehrmanns Viertel-Rundgängen – auf den Menschen, die im Stadtteil leben und arbeiten. Rund 40 von ihnen haben Luigs und Wehrmann in den vergangenen zwei Jahren getroffen, um sie in Wort und Bild zu porträtieren. „In den Gesprächen, die wir für das Buch geführt haben, ging es darum, wie die Menschen das Viertel empfinden. Was ihnen gefällt an und in Oberbilk. Und was ihnen auf die Nerven geht“, so Wehrmann. Getroffen haben Luigs und Wehrmann unter anderem den Polizisten Dirk Sauerborn, Boxpapst Wilfried Weiser, die Schulleiterin Dr. Antonietta Zeoli vom Wim-Wenders-Gymnasium, den Musiker und Fotografen Stefan Schneider, den Kabarettisten Manes Meckenstock, die Künstlerin Anne Mommertz oder den Pastor Lars Schütt. „Das waren unheimlich spannende Begegnungen“, findet Wehrmann. Obwohl sie schon seit über zehn Jahren im Viertel wohne, habe sie bei der Arbeit an dem Buch viel Neues über Oberbilk und seine Bewohner erfahren, „aber auch darüber, wie der Stadtteil funktioniert“. Luigs geht es ähnlich, auch wenn er dem Viertel hinter dem Hauptbahnhof insgesamt zurückhaltender gegenübersteht. „Oberbilk muss ich mir erkämpfen, jedes mal aufs Neue“, so der Fotograf, der im vergleichsweise beschaulichen Mörsenbroich lebt. Dennoch interessiere ihn die Schroffheit, die Unmittelbarkeit, die Bruchstellen und Narben des Quartiers. „Und nicht zuletzt die Tatsache, dass Oberbilk sehr untypisch für Düsseldorf ist.“

Über die Macher
Markus Luigs (Fotos)
Markus Luigs hat an der Fachhochschule Düsseldorf Grafik-Design studiert. Er arbeitet als Fotograf und Designer. Seit 2007 war er an diversen Ausstellungen beteiligt. Seine Fotos wurden unter anderem im Museum Kunstpalast („Die Grosse“) gezeigt, beim „Reading Fringe Festival“ in England und im Rahmen einer Gruppenausstellung, die in Haifa und Düsseldorf zu sehen war. Seit 2015 betreibt Luigs das Foto-Blog „Düsseldorfer Perlen“. 2017 erschien sein gleichnamiger Bildband, der mittlerweile vergriffen ist. Luigs lebt in Düsseldorf.

Alexandra Wehrmann (Text)
Alexandra Wehrmann ist Journalistin. Sie arbeitet für diverse Medien, darunter die „Rheinische Post“, und betreibt seit 2015 dieses Blog. Darüber hinaus organisiert sie regelmäßig Stadtrundgänge, die nicht selten eher abseitige Orte in den Fokus nehmen. Wehrmann lebt in Düsseldorf und ebenda seit vielen Jahren in Oberbilk.

Hier als Vorgeschmack auf das Buch ein kleines Video:

3 Kommentare

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Lieber Michael,
du bekommst natürlich eine extra lange und extra persönliche Widmung. Ehrensache!
Viele Grüße
Alex

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