Am Rande der Autobahn. Nächste Radtour durch Duisburg

Das Ruhrgebiet – und damit auch Duisburg – ist durchzogen von Autobahnen. Wenn man in der Stadt unterwegs ist, kreuzt man überall ihren Weg. Man schaut von Brücken auf sie herunter oder radelt in Unterführungen unter ihnen hindurch. Man kann ihnen kaum entkommen. „Autobahnen gehören zu Duisburg ganz selbstverständlich dazu“, weiß auch der Düsseldorfer Dirk Sauerborn, der seit 2024 regelmäßig zu Radtouren durch seine Lieblingsstadt einlädt. Wo man normalerweise eher versucht, den großen, lauten und stark befahrenen Verkehrsadern aus dem Weg zu gehen – oder zu fahren – sucht Sauerborns jüngste Rundfahrt durch Duisburg geradezu ihre Nähe. „Die Teilnehmenden sollen nachfühlen, wie es ist, am Rande der Autobahn entlang zu radeln“, so Sauerborn. „Das ist die Idee der Tour.“

Auf rund 25 Kilometern führt der Weg zunächst an der Stadtgrenze zwischen Duisburg und Mülheim entlang, durch den Wald am Ruhrkanal, die Autobahn bleibt immer in Sicht- oder zumindest Hörweite. Am Autobahnkreuz Kaiserberg treffen dann Radweg, Landstraße, Autobahn, Schienenstrang und Kanal aufeinander. Umrandet von zwei Autobahnen, dem Schienenstrang und der Ruhr liegt die Siedlung Werthacker. Kein eigener Stadtteil ist, wie das Ortseingangsschild nahelegt, vielmehr offiziell Teil von Duissern, einem der ältesten Duisburger Quartiere. „Mit seinen lediglich drei Straßen ist Werthacker ein spannendes und unverwechselbares Stück Duisburg, das ich selbst erst jüngst entdeckt habe und den Teilnehmenden der Tour unbedingt zeigen möchte“, sagt Sauerborn.

Für den weiteren Verlauf der Tour sind diesmal einige Haltepunkte eingeplant. So werden die Heimat-Graffiti unter der A59 in Augenschein genommen, ebenso der Garten der Erinnerung des israelischen Künstlers Dani Karavan und die 1999 eingeweihte Duisburger Synagoge. Der Bau des israelitischen Architekten Zvi Hecker ist im Rahmen einer kurzen Führung zu erleben. Und nicht zuletzt geht es über die weltweit erste höhenverstellbare Hängebrücke der Welt.

Nach 25 absolvierten Kilometern besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit zur Einkehr: im Anayurt, Duisburgs erstem uigurischem Restaurant, das erst vor einigen Monaten eröffnet hat und hervorragende Küche anbietet.

Duisburg, nur DU #5: Am Rande der Autobahn
11. Oktober 2026, Start: 12 Uhr
Teilnahmebeitrag: 10 Euro
Anmeldung unter salut@theycallitkleinparis.de (Treffpunkt wird nach Anmeldung mitgeteilt)

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