Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

Immer noch da, aber unsichtbar. Verschwundene Orte II

Garage Bilk, Foto: Markus Luigs

Am Ende ist es immer das Gleiche. Die Bagger kommen und erledigen ihren schmutzigen Job. In den vergangenen Dekaden sind in Düsseldorf so zahlreiche Orte verschwunden, die den Bewohnern lieb und teuer waren. Bei manchen ging dem Tod eine lange Diskussion voraus. Unterschriften wurden gesammelt. Bürgerbegehren angestrengt. Andere verschwanden ohne viel Tamtam, heimlich, still und leise.
Die Erinnerungen aber sind quicklebendig. Und Totensonntag ist ein guter Tag, um sich zu erinnern. An Menschen, die nicht mehr da sind. Aber auch an verschwundene Orte. Letzteren widmet sich der Stadtrundgang „Immer noch da, aber unsichtbar. Verschwundene Orte II“. Er führt am 26. November zu vier Orten in Düsseldorf, die es nicht mehr gibt beziehungsweise die nicht mehr sind, was sie einmal waren. Einer davon ist die Garage Bilk, Düsseldorfs erster Co-Working-Space. 2016 ereilte ihn das gleiche Schicksal wie viele andere charmante, besondere Orte zuvor: Er musste gehobenem Wohnraum weichen. „Die Garage Bilk ist ein Paradebeispiel für den Düsseldorfer Weg: Verkaufen, Plattmachen und Neubauten drauf. Das ist schade, denn wir verlieren dadurch Nischen und Freiräume für Kreativität“, sagt Markus Lezaun, Mitgründer der Garage Bilk. Im Rahmen der Führung erinnert Lezaun an das, was einst auf den 3000 Quadratmetern im Hinterhof an der Bilker Allee geschah. Andere Mitwirkende erzählen von anderen Orten. Welche genau das sind, wird wie immer im Vorfeld geheim gehalten.

Anmeldungen unter salut@theycallitkleinparis.de, Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben, Teilnahmegebühr: 10 Euro
Die Wege zwischen den einzelnen Stationen werden zum Teil mit Bus und Bahn zurückgelegt. Teilnehmer sollten also im Besitz eines Tickets sein.

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