Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

Tim Berresheim im Interview – „Es sollte knallen“

Foto: FotoSchiko

In diesem Jahr bekommt das Open Source Festival erstmals ein eigenes Bühnenbild. Der Aachener Künstler Tim Berresheim hat es gestaltet. Berresheim ist selber auch Teil einer Band, betreibt zudem ein Label. Er ist also von Natur aus dicht dran an der Musik. theycallitkleinparis hat mit ihm gesprochen.

 

Tim, das Open Source Festival wird in diesem Jahr erstmals ein Bühnenbild bekommen. Du gestaltest es für die Carhartt-Bühne. Wie kam es dazu?
Jemand von Carhartt war 2014 bei meiner Ausstellung im Düsseldorfer Kunstverein. Für diese Ausstellung hatte ich bereits eine kleine Bühne gestaltet. Dem Carhartt-Menschen gefiel die sehr gut. Wir blieben im Anschluss in Kontakt und in diesem Jahr kam es dann zu dieser besonderen Kooperation.

Und ohne zu viel zu verraten: Wie wird es aussehen?
Ich habe mich an dem Umfeld, der Galopprennbahn, orientiert und natürlich viele Elemente des Wettens einfließen lassen.

Gab es Vorgaben respektive Wünsche von Seiten der Festival-Macher?
Ja, es sollte knallen. Da dies aber auch Grundanspruch meiner Arbeit ist, wurde mir da blind vertraut.

Was gilt es generell bei der Erstellung eines Bühnenbilds für Bands/Musiker zu beachten? Es sollte ja nicht zu stark von den Protagonisten ablenken, oder?
Bühnenbild, Location und Musiker sollten eine Einheit bilden, um dem Publikum audiovisuell ein einzigartiges Erlebnis zu bescheren. Hier den entsprechenden Kontext zu betonen, war für mich das Wichtigste.

Du lebst und arbeitest in Aachen. Warst du in der Vergangenheit trotzdem regelmäßiger Gast auf dem Open Source?
Nicht regelmäßig, aber immer wieder gerne. Die Arbeit kam oft dazwischen, da passt es dieses Jahr gut, dass ich beides verbinden kann.

Zieht es dich generell eher zur Main Stage oder zu den beiden kleineren Bühnen?
Mich interessieren meist mehr die Außenseiter und neueren Musikpositionen, daher bin ich oft eher bei den kleineren Bühnen zu finden.

Was unterscheidet das Open Source deiner Meinung nach entscheidend von anderen Festivals?
Es gibt nicht viele Festivals, die es schaffen, so eine Mischung aus Indie-Stars, alternativen Pop-Themen und vor allem musikalischen Geheimtipps zusammenzubringen.

Inwiefern lässt du dich, was deine Kunst angeht, von Musik beeinflussen?
Musik ist wichtiger Bestandteil meines Lebens und umgibt mich auch permanent bei meiner Arbeit. Direkten Einfluss auf das Werk hat sie jedoch nicht.

Du hast auch eine eigene Band, Die Wait Watchers. Und Labelbetreiber bist du auch. Sind Musik und Bildende Kunst in deinem Schaffen gleichberechtigt?
Die Bildgenese steht bei mir immer an erster Stelle. Musik zu produzieren und zu verlegen ist eine weitere Leidenschaft, nur hat der Tag leider nicht mehr als 24 Stunden.

Auf welchen Act beim Open Source freust du dich dieses Jahr am meisten?
Ich besitze ein paar Platten von Mount Kimbie und freue mich natürlich, sie live zu sehen. Auch auf Eiger Nordwand. Ansonsten ist es für mich erst mal spannend neue Bands zu entdecken und Leute vor Ort zu treffen.

8.7. Open Source Festival, Galopprennbahn Grafenberg, Düsseldorf

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