Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

Zeit der bunten Vögel – Cosplay-Ausstellung im EKO-Haus

Foto: Jonathan Goh /


Samstags pilgern sie gerne vom Düsseldorfer Hauptbahnhof zu den japanischen Supermärkten auf der Immermannstraße, um bei einem Grün-Tee-Eis die Blicke der Passanten auf sich zu ziehen und sich bestaunen zu lassen. Die Rede ist von Cosplayern, jenen meist sehr jungen Menschen, die sich als Charaktere aus Anime, Filmen, Manga, Videospielen oder auch als Mitglieder japanischer Bands verkleiden. Dabei betreiben sie oft einen enormen Aufwand. Kostüme und Requisiten werden häufig selbst angefertigt. Und damit ist der Auftritt noch keinesfalls komplett. Es gilt nämlich zudem, das Verhalten des nachgestellten Charakters einzustudieren und möglichst originalgetreu darzustellen. Ein zeitintensives Hobby also, das aber nicht nur in Düsseldorf respektive Deutschland, sondern weltweit immer mehr Leute in Bann zieht. Fritjof Eckardt, Medieninformatiker aus Düsseldorf, beschäftigt sich schon seit 25 Jahren mit dem Phänomen. Anfangs war er reiner Fan. Mittlerweile hat er sogar ein Buch zum Thema veröffentlicht. Titel: „Was ist Cosplay?“. Auch die Ausstellung „Cosplay – Ein erster Blick hinter die Kulissen“, die derzeit im EKO-Haus in Niederkassel zu sehen ist, geht auf Eckardts Konto. Mittels Fotos, Kostümen und Texttafeln wird der Besucher in die Welt des Cosplay eingeführt. Warum betreiben Leute Cosplay? Wie entsteht ein Kostüm? Wie hat sich Cosplay in Deutschland entwickelt? All diesen Fragen geht die Ausstellung nach. Fotografieren ist übrigens ausdrücklich gestattet. Und natürlich dürfen die Protagonisten gerne im Kostüm kommen. Allein auf das Tragen von Waffenimitationen bitten die Veranstalter zu verzichten. Aber die sind ja dieser Tage eigentlich nirgends gern gesehen.

Cosplay – Ein erster Blick hinter die Kulissen“: bis 11.12., Di-So 13-17 Uhr, EKO-Haus der Japanischen Kultur e. V., Brüggener Weg 6, Düsseldorf

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