Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

theycallitkleinbukarest #12

Foto: Alexandra Wehrmann

Humor geht vor

Im Urlaub hat der gemeine Tourist ja viel damit zu tun, Speisekarten zu studieren. Liegt den Tag über nicht allzu viel an, streunt man herum und nimmt jene Lokale, die man passiert, schon mal in Augenschein. Für abends. In Rumänien sind vielsprachige Speisekarten eigentlich die Regel. Aber als Fremder wird man ja das Gefühl nicht los, dass genau die, die die Gerichte ausschließlich in der Landessprache auflisten, besser sein könnten als der Rest. Kein Touri-Nepp (wobei uns der in Sachen Gastronomie in Rumänien fast nie untergekommen ist, das Essen war im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut). Vielleicht sogar ein Geheimtipp? In der Hoffnung stoppt man also auch an rumänischen Speisekarten und versucht – Rumänisch ist ja eine romanische Sprache, es gibt also durchaus Parallelen zum Italienischen/Lateinischen – das Angebot zu erfassen. Im Großen und Ganzen blieben diese unsere Versuche ergebnislos, führten aber zu immenser Erheiterung. Das lag daran, dass wir immer wieder auf das Wort „Muschi“ stießen (ja, so einfach sind wir zu erheitern!). „Muschi“ gab es auf den Speisekarten in unterschiedlichen Variationen. Wir überlegten, was das sein könnte. Wir überlegten und überlegten. Bis wir irgendwann wieder eine mehrsprachige Speisekarte in die Hand bekamen und sahen: Muschi heißt Steak. Also auf rumänisch.

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