Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

theycallitkleinbukarest #4

Foto: Alexandra Wehrmann

Who let the dogs out?

Man könnte ja annehmen, dass alle rumänischen Hunde mittlerweile von mitteleuropäischen Tierschutz-Organisationen außer Landes gebracht worden sind und es in hiesigen Tierheimen viel, viel besser haben als einst in ihrer Heimat. Ist aber nicht so. Es sind noch erstaunlich viele Hunde im Land. Sie dösen träge in der Sonne, streunen nichtsnutzig herum oder ziehen beizeiten in Rudeln los, um die Mülltonnen zu plündern. Entgegen dem, was wir vorab im Reiseführer gelesen hatten („Bewaffnen Sie sich mit CS-Gas!“), waren die Vierbeiner größtenteils friedlich. Bis auf jene wilde Horde, die in Sulina am Schwarzen Meer vor dem Barber Shop herumlungerte und nur auf eins aus war: auf Krawall. Fuhr ein Auto vorbei (was in Sulina eher selten vorkommt, schließlich gibt es im Dorf kaum asphaltierte Straßen), fletschten sie wie wild die Zähne, sprangen an dem Wagen hoch und versuchten dem Fahrer durch die Windschutzscheibe den Garaus zu machen. Vergeblich natürlich, schließlich war er gut geschützt. Im Gegensatz zu uns, die wir an dem Tag mit Fahrrädern unterwegs waren. Die hatten wir vom Barber Shop, der nebenher auch noch Fahrräder („These ones are very strong“) vermietete. Die Höhle des Löwen, äh der Hunde, umkurvten wir an diesem Tag so weitläufig wie das eben in Sulina möglich war. Denn das kleine Krankenhaus der östlichsten Stadt Rumäniens, das praktischerweise schräg gegenüber vom Barber Shop lag, wollten wir auf keinen Fall von innen sehen.

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