Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

Lucas Croon im Interview – „Wir versuchen, facettenreichen Pop zu formulieren“

Stabil Elite, Foto: Jan Thierhoff

Das zweite Album ist immer das schwerste. Auch so eine Binsenweisheit. Oder? Stabil Elite jedenfalls haben sich viel Zeit gelassen für ihren Zweitling, der den Kir-Royal-kompatiblen Titel „Spumante“ trägt und am Freitag, dem 13. Mai erscheint. Welche Einflüsse die Kompositionen geprägt haben? Wie sich der Sound seit „Douze Pouze“ weiterentwickelt hat? Und wo und was er gerne trinkt? theycallitkleinparis hat mit Lucas Croon gesprochen.

Welche ist deine Lieblingsbar?
Meine Lieblingsbar befindet sich in München, die Bar Gabanyi. In Düsseldorf wäre es der Salon oder das Kir Royal.

Und dein momentanes Lieblingsgetränk?
Rubicon Sparkling Maracuja oder Mango, ohne Alkohol. Oder auch ganz klassisch Kir Royal.

Wann hast du das letzte Mal Spumante getrunken?
Gestern. (Am 3. Mai, Anm. d. Red.)

Euer neues Album heißt auch „Spumante“, ebenso die erste Single, die bereits im März erschienen ist. Im dazugehörigen Video spielt die Schauspielerin Bibiana Beglau die Hauptrolle. Wie kam es dazu? Wie schwer war es, sie für das Projekt zu gewinnen?
Dank ihrer großen Spielfreude und ihres guten Verhältnisses zu Jan Bonny war es nicht schwer, sie davon zu überzeugen. Nur terminlich musste man eine Lösung finden.

Das Video hat Jan Bonny gedreht, der auch den Film über den „Single Club“ gemacht hat. Hast du ihn schon gesehen? Und, wenn ja, wie fandest du ihn?
Ja, den Film haben wir bei der Rheinland-Premiere in Köln gesehen. Sehr chaotisch und aufregend, besonders wenn man damals dabei war. Wir haben aber auch die Entwicklung mitverfolgen können, da wir mit Alex Wissel befreundet sind. Er taucht auch auf unserem Cover auf.

„Spumante“ ist nach „Douze Pouze“ aus dem Jahr 2012 euer zweites Album. Wie hat sich euer Sound weiterentwickelt?
Unser erstes Album bezog sich an einigen Stellen bewusst auf die Tradition Düsseldorfer Kraut- und Elektronikmusik. Aus diesem Kontext haben wir uns befreit, die Einflüsse sind vielseitiger, die Stücke greifbarer, wenn auch künstlerisch überhöht. Wir versuchen, nicht einem bestimmten Genre oder Kontext gerecht zu werden, sondern facettenreichen Pop zu formulieren, ohne Berührungsängste.

Reisen ist nach wie vor eine wichtige Inspiration für eure Musik. Welche Reiseziele haben „Spumante“ entscheidend geprägt?
Alle, die wir in den letzten Jahren bereist haben. China und Vietnam, Israel, aber auch Kalifornien waren Inspirationsquellen. Und natürlich Italien…

Und wo geht die nächste Reise hin?
Ich werde mit BAR Russland bereisen. Wir kommen hoffentlich bald wieder nach Kalifornien. Aber auch für jede andere Reise sind wir natürlich offen.

Das Cover-Foto zeigt euch in einer Installation des Düsseldorfer Künstlers Andreas Schmitten im Schmela-Haus. Wieso habt ihr diese Location ausgesucht?
Die Architektur des Schmela-Hauses spricht für sich… Und als wir entschieden hatten, für das Cover eine Bar-Situation zu inszenieren, fiel die Wahl schnell auf die schöne klare Glasfront des Hauses. Dass dort gerade Andreas‘ Bar-Installation eingerichtet ist, war natürlich perfekt.

Im Juli spielt ihr auf dem Open Source Festival. Das ist ja immer auch ein guter Anlass, sich andere Bands und Künstler anzuschauen. Auf wen freust du dich besonders?
Auf Schnipo Schranke und natürlich Hot Chip. Außerdem spielen auch unsere Freunde von Hall & Rauch. Großartig.

Euer letztes Album „Douze Pouze“ trug einen Sticker mit der Aufschrift „The Sound of Young Europe“. Größenwahn, Ironie oder ein bisschen von beidem?
Wahrheit.

Was steht auf dem Sticker zum neuen Album?
Dass eine CD und ein Download-Code enthalten sind.

Das Album erscheint ausgerechnet an einem Freitag, den 13. Macht euch das keine Sorge?
Nein. Wir lieben die Herausforderung.

Album-Release-Konzert: 21.5., 20 Uhr, FFT Kammerspiele, Düsseldorf

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