Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

half past selber schuld im Interview – „Leider nichts mehr übrig für Champagner“

Die Jury und das Studiopublikum haben entschieden. „Half past selber schuld“ (M.) sind die Sieger und gewinnen ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro . „Paperman“ (r.) belegt den mit 25.000 Euro dotierten zweiten Platz und „Spejbl & Hurvinek“ (l.) bekommen für ihren dritten Platz 10.000 Euro. Foto: RTL/Stefan Gregorowius

Theaterfreunden sind half past selber schuld schon länger ein Begriff. Das Düsseldorfer Duo hat sich mit seinen Bühnen-Comics über die Jahre eine treue Fangemeinde erarbeitet. Die wurde zuletzt durch einige Millionen RTL-Zuschauer erweitert. Im Finale des Formats „Die Puppenstars“ konnten sich half past selber schuld am Samstag vor einer Woche durchsetzen. Ein warmer Geldregen ging auf sie nieder. Was haben sie mit der Kohle vor? Und wie lebt es sich mit dem plötzlichen Ruhm? theycallitkleinparis hat investigativ nachgefragt.

Wie habt ihr euren Sieg gefeiert?
Wir haben mit dem ganzen Team sowohl das Halbfinale als auch das Finale per Beamer angesehen, noch ein paar Freunde eingeladen, reichlich gegessen und getrunken, dabei lauthals die Sendung beklatscht und kommentiert und so gut es ging auf den Putz gehauen. Alle wurden mit Aufklebern versehen: „know“ oder „don’t know“, um denen, die den Ausgang der Show noch nicht kannten, die Chance auf Spannung bis zuletzt zu erhalten.

Wie kamt ihr dazu, euch bei „Die Puppenstars“ zu bewerben?
Die Produktionsfirma hatte uns angeschrieben, außerdem war in einem Fidena-Newsletter die Rede davon. Da wir uns ohnehin etwas intensiver mit dem Puppenspiel beschäftigen wollten, kam uns dieser Wettbewerb gerade recht. Wir hätten uns gerne etwas ausführlicher darauf vorbereitet, aber der kurze Vorlauf ließ uns leider nicht die Möglichkeit, völlig neue Puppen und Requisiten zu entwerfen, also bauten wir unsere Szenen um die Puppen aus „Pinocchio Sanchez“.

Ihr habt also eigens für das Format eine Geschichte entwickelt?
Ja. Die Entscheidung, die Puppen aus „Pinocchio Sanchez“ zu verwenden, hat uns eine gewisse Richtung vorgegeben, die bei „Die Puppenstars“ gespielten Szenen sind aber komplett neu ausgedacht und erarbeitet. Wir wollten ausnutzen, dass endlich mal alle Hände zur Verfügung stehen, also haben wir diese Fortsetzungsgeschichte für 18 Hände konzipiert und dafür auch so manches Requisit neu gebaut.

Gegen wie viele Puppenspiel-Ensembles seid ihr angetreten?
Es waren etwa 30 Gruppen oder Einzelpersonen, die im Halbfinale gelandet sind. Wie viel insgesamt angetreten sind, weiß ich nicht, es gab jedenfalls einige Personen, die wir während der Vorausscheidungen trafen, die später im Halbfinale aber nicht mehr dabei waren.

Wen fandet ihr selber besonders gut?
Die Puppetmastaz finden wir supercool! Die Dundu-Puppen sind natürlich sehr beeindruckend, live noch viel mehr als am Bildschirm, Theater Zitadelle hatte wunderschöne Puppen und die Marionetten Spejbl und Hurvinek wurden sehr gut gespielt. Es war uns eine große Ehre, mit ihnen die Bühne geteilt zu haben, und das nicht nur weil Planeten nach ihnen benannt wurden. Weitere Highlights waren Anne Klinges Fußtheater, die Schlagzeugmafia und Paperman.

Wie viele Zuschauer waren in der Halle? Wie viele haben euch am Bildschirm gesehen?
In der Halle waren an beiden Abenden jeweils etwa 500 bis 600 Zuschauer. Das Halbfinale, in dem wir antraten, wurde von 3,44 Millionen gesehen, das Finale dann von 3,17 Millionen.

Das schönste Lob eines Jurors?
Lob ist natürlich immer schön anzuhören, unsere Highlights hierbei waren das flotte Durchwinken von Max Giermann im Halbfinale sowie im Finale die gezeichnete 10 in der Sprechblase von Martin Reinl, die letzten Endes auch den Unterschied zu den Zweitplatzierten Paperman machte.

Der Gewinn von „Die Puppenstars“ ist mit 50.000 Euro dotiert. Was macht ihr mit dem Geld? Habt ihr den Champagner schon in die Badewanne eingelassen?
Wir denken daran, es auszugeben. Nach dem Kauf von neun Badewannen ist aber leider nichts mehr übrig für Champagner.

Was steht bei euch in Zukunft an, arbeitet ihr schon an einer neuen Produktion?
Selbstverständlich arbeiten wir an einer neuen Produktion, die eine größere Variante unseres K21-Auftrittes „God’s little shop of Horror, Terror and Error“ werden wird und die sich mit Glauben und Religion auseinandersetzen wird. Hierfür experimentieren wir weiter mit 3D-Schatten, um das Ergebnis dann im September in den FFT Kammerspielen aufzuführen. Es ist aber gut möglich, dass sich aufgrund unserer neu erworbenen Popularität noch ein weiteres Projekt dazugesellen wird.

Schaut ihr eigentlich, wenn ihr nicht gerade selber zu sehen seid, RTL?
Frank: Ich bleibe immer mal wieder bei „Dschungelcamp“ oder „DSDS“ kurz hängen, um zu staunen.

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