Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

Ausstellung Andrea Lehmann – Traumgestalter

Andrea Lehmann: Begegnung mit Sirene, 2015

Ihre Galerie nennt sie „die Unglaublichkeitsmalerin“ und einen besseren Begriff hätte man wohl kaum finden können für Andrea Lehmann. Derzeit ist die Düsseldorfer Künstlerin, die an der Akademie bei Markus Lüpertz studiert hat, mit 12 überwiegend klein- bis mittelformatigen neuen Werken in der Galerie Anna Klinkhammer zu sehen. Die Schau trägt den Titel „Tempelschlaf“. Letzterer war in der Antike sehr verbreitet. Wer ein Problem mit sich herumtrug, das ihm unlösbar erschien, der nächtigte im Tempel und hoffte, ebenda im Traum Antworten zu bekommen. „Oft wurde der Schlaf durch einen Trank eingeleitet und die Priester halfen in der Nacht mit Kostümen und Schauspiel nach“, erklärt Andrea Lehmann. „So gaben sie dem Traum eine bestimmte Richtung, die am nächsten Tag dann von ihnen gedeutet werden konnte.“ Auch die Werke von Frau Lehmann muten an, als wären sie Träumen entsprungen. Auf den meisten derzeit in der Galerie Klinkhammer gezeigten Gemälden herrscht Dunkelheit. Zurückhaltend insgesamt die Farben. „Tigerschlaf“ macht da keine Ausnahme. Mit der Dame, die eng umschlungen von einem Tiger schlummert, würde man auf den ersten Blick gerne tauschen. Bis man erinnert, dass der Tiger kein Kuschel-, sondern ein Raubtier ist.

Andrea Lehmann „Tempelschlaf“: bis 6.2. Galerie Anna Klinkhammer, Neubrückstr. 6, Düsseldorf; Di-Fr 12-18, Sa 12-16 Uhr

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