Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

„In China werden nach dem Konzert mehr Fotos gemacht“ – Interview mit Stefan Honig

Stefan Honig (Mitte) mit Band, Foto: Daub Fotodesign


2015 ist viel passiert im Leben von Stefan Honig. Er ist umgezogen, von Düsseldorf nach Köln. Er hat beim Haldern Pop Festival auf der Bühne gestanden. Und er war auf Tour in China, zum nunmehr schon dritten Mal. Vor seinem traditionellen Weihnachtskonzert im Düsseldorfer zakk hat der Musiker theycallitkleinparis ein paar Fragen beantwortet.

Vor ein paar Wochen bist du von deiner dritten China-Tour zurückgekommen. Was fasziniert dich an dem Land?
Ich mag die Atmosphäre, das Reisen, die neuen Eindrücke und Gerüche. Das Essen, die Menschen, die in dieser Gesellschaft mit so unfassbar vielen Menschen ihre Individualität suchen. Neue Perspektiven.

Wie lange wart ihr dort unterwegs?
Zwei Wochen.

Wie viele Konzerte habt ihr gespielt?
Insgesamt 9.

Wie groß sind die Clubs, in denen ihr aufgetreten seid?
Die Clubs fassten zwischen 300 und 600 Zuschauern.

Wie seid ihr gereist?
Inlandsflüge, Schnellzüge, Nachtzüge. Letztere sind nicht sehr schnell, haben aber Betten. In den Städten dann mit Minivans, die entweder von der Venue geschickt oder von unserem Tourmanager besorgt werden.

Wie sind die Reaktionen der Chinesen – auch im Unterschied zu denen in Deutschland oder anderswo?
Die Menschen sind schon sehr begeisterungsfähig. Der Applaus ist meist intensiv, dauert aber nur kurz, dann herrscht wieder aufmerksame Stille. Und nach dem Konzert werden definitiv mehr Fotos gemacht als hier in Deutschland. Sehr angenehm ist, dass die jungen Leute, die zu den Konzerten kommen, oft sehr gut englisch sprechen und die Kommunikation so deutlich einfacher ist als beispielsweise mit den meisten Taxifahrern.

Apropos Sprache: In einem Trailer für die Tour sprichst du sogar ein bisschen chinesisch. Was kannst du sagen?
Nur ein paar Sätze. So was wie „Hallo, es ist schön hier zu sein“ oder nach Wasser oder der Toilette fragen. Schreiben kann ich das aber definitiv nicht.

Das ungewöhnlichste Gericht, das du auf Tour gegessen hast?
Ich habe auf dieser Tour keine wirklich seltsamen Sachen gegessen. Aber ich denke, ich spreche für alle in meiner Band, wenn ich sage, dass das chinesische Essen das beste ist, was es gibt. Unglaubliche Vielfalt, unglaublich lecker und ganz ganz anders als das, was man im China-Imbiss in Deutschland bekommt.

Welches Souvenir hast du dir aus China mitgebracht?
Erinnerungen.

Am 19.12. spielt ihr mit Honig im zakk, zusammen mit Tim Neuhaus & The Cabinet und The Slow Show. Du hast ja lange in Düsseldorf gelebt. Ist es für dich was Besonderes in der alten Heimat zu spielen?
Das zakk ist ein Laden, mit dem wir eine lange Geschichte haben. Schon mit unserer alten Band haben wir hier unser CD-Release und unser Abschiedskonzert gespielt. Und das Weihnachts-Konzert machen wir jetzt schon im vierten Jahr hintereinander. Auch dieses Mal haben wir uns gute Freunde zum Mitspielen eingeladen. Das wird ein Highlight.

Was waren für dich persönlich deine drei Momente des Jahres 2015?
Das Haldern Festival mit der Tour of Tours. Das Konzert im „Parking Toys Watts“ in Bangkok. Und ich denke, der dritte wird das Konzert am Samstag im zakk.

Was steht im kommenden Jahr bei dir an?
Wir werden mit der Band ein wenig pausieren, was Konzerte angeht. Wir treffen uns aber regelmäßig zum Musik machen und planen ein neues Album für 2017. Ansonsten will ich mal ein wenig reisen ohne Konzerte zu spielen.

19.12., 20 Uhr, zakk, Düsseldorf

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