Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

„Etwas, womit der Zuhörer nicht rechnet“ – Interview mit Srdjan „Gigi“ Mrdjanov

Foto: Aarron Rositzka


Es begann 2005 in Hilden. Im j.w.d. Schon damals waren 500 Zuschauer Zeuge eines denkwürdigen Abends. Auf der Bühne: die Bands Mined und Stigma, letztere die Formation von Gitarrist Srdjan Mrdjanov. Heute ist Gigi, wie ihn alle nennen, Teil von Flash Preuszen. Das Cover me Bad Festival organisiert er immer noch. 1400 Gäste waren in den vergangenen Jahren im Schnitt dabei und bestaunten eigens für diesen besonderen Abend zusammengewürfelte Formationen, die sich in sensationellen Kostümen fremdes Liedgut einverleibten. In diesem Jahr feiert das CmB Geburtstag. Zehn Jahre wird es alt. Grund genug, ins zakk zurückzukehren, auch wenn dessen Kapazität für die Veranstaltung längst nicht mehr ausreicht.

Bei Coverversionen denkt man ja oft an Kirmeszelte, in denen mittelalte Männer Marius Müller-Westernhagen covern. Oder U2. Was macht in deinen Augen eine gute Coverversion aus?
Eine gute Coverversion ist in meinen Augen eine überraschende Neuinterpretation. Etwas, womit der Zuhörer nicht rechnet.

Wie genau entstand die Idee zum Cover me Bad?
Wir hatten damals die Idee mit meiner alten Band Stigma und der befreundeten Band Mined ein Konzert zu geben, bei dem jede Band erst ihr eigenes Set spielt und dann zusammen Coverversionen von unseren Lieblingssongs. Damit das Publikum, falls es uns nicht kennt, schneller Zugang zu findet und mit uns eine schöne Party feiert. Das Ganze fand damals im j.w.d. in Hilden statt und war komplett ausverkauft. Wir hatten ca. 500 zahlende Besucher.

In diesem Jahr wird das Festival zehn Jahre alt. Fast hätte die Jubiläumsausgabe allerdings gar nicht mehr stattgefunden. Wieso stand Aufhören zur Debatte?
Es ist schon jedes Mal eine Menge Arbeit. Nach dem Konzert ist quasi immer vor dem Konzert. Finanziell rechnet es sich zudem mal so gar nicht.

cover me badWie viele Bands erwartet ihr diesmal? Und mit wie vielen Zuschauern rechnet ihr?
Wie viele gemischte Bands es sind, kann ich nicht genau sagen. Ein paar Musiker spielen ja in mehreren Bands mit. Wir sind aber im Schnitt knapp 80 Musiker. Wir rechnen mit einer komplett vollen Hütte, da wir ja wieder im schönen alten zakk sind . Die letzten Jahre hatten wir im Schnitt fast 1400 Besucher. So viele passen ins zakk ja gar nicht rein.

Was gilt es für dich als Veranstalter in den letzten Tagen vor dem Festival zu erledigen?
Alles, vieles Organisatorisches und natürlich viel Proben. Zeit zum Schlafen bleibt da kaum.

Wer unterstützt dich dabei?
Das Team besteht aus mitwirkenden Musikern, die ihre Hilfe anbieten und sich gegenseitig sehr gut ergänzen. Alle für einen, einer für alle sozusagen.

Der Song, der am häufigsten gecovert wurde?
Gibt es nicht, Wiederholungen sind verboten. Außer in diesem Jahr, da gibt es zu ersten Mal ein Best-of.

Die tollsten Kostüme?
Rammstein in Fatsuits mit dem Song „Keine Lust“, aber auch Kiss.

Eine Nummer, die richtig ins Höschen gegangen ist?
Puh, da gab es schon so ein paar Kandidaten. Ich nenne sie aber mal lieber nicht. Sonst ist noch jemand beleidigt.

Abgesehen vom Cover me Bad: Die für dich beste Coverversion der Musikgeschichte?

Johnny Cashs Version von „Hurt“.

21.11., 20 Uhr, zakk, Düsseldorf

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