Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

Niemandsländer

Foto: Christian Herrmann

Das Thema lässt ihn einfach nicht los. Schon auf seiner aktuellen Platte „Abandoned City“ beschäftigt sich der Düsseldorfer Komponist und Musiker Hauschka mit Geisterstädten. Neun gott- und menschverlassenen Orten widmet er auf dem Album je eine Komposition. Thames Town in China, Elizabeth Bay in Namibia oder Craco in Italien. Man würde am liebsten spontan den Rucksack packen und eine Weltreise unternehmen zu all diesen geheimnisumwitterten Stätten! Nun geht Hauschka, der eigentlich Volker Bertelmann heißt und ganz früher mal ein Medizinstudium begann, das Sujet erneut an. Diesmal mit Verstärkung. Geheimsam mit der Choreografin Alexandra Waierstall, derzeit Factory Artist im tanzhaus NRW, und der Videokünstlerin Marianna Christofides hat er eine Bühnenarbeit zu den Niemandsländern geschaffen, die irgendwann einmal Menschen eine Heimat waren und nach deren Wegzug ihre Bedeutung verloren. „A City Seeking its Bodies“ heißt das Stück, das im Rahmen des düsseldorf festivals seine Uraufführung erlebt. Gemeinsam mit sechs Tänzern lassen die Macher ein abstraktes musikalisches und szenisches Abbild des Versteckten, Dunklen und Unterirdischen entstehen. Sie stellen Fragen. Viele Fragen. Unter anderem die nach dem Verhältnis von Mensch und Umwelt. Oder die nach den Grenzen zivilisatorischen Wachstums.

17.-19.9., jeweils 20 Uhr, tanzhaus NRW, Düsseldorf

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