Kein Chichi. Nur Düsseldorf.

Lesen im Hinterhof

Foto: zakk

Cora Frost, Großmeisterin des Chanson, hat einmal ein Lied verfasst mit dem Titel „Liebe im Hinterhof“. Darin findet sich die feine Zeile „Der Gatte begattet die Gattin“. Aber weder um ihn oder sie soll es an dieser Stelle gehen, auch nicht um das Begatten an sich. Sondern um Literatur. In Form von Lesungen. Und da letztere im August nicht gerade Hochkonjunktur haben, hat sich das zakk ein Konzept ausgedacht, das Literatur mit unverbrauchten Veranstaltungsorten und einem bestenfalls lauen Sommer-Lüftchen verbindet: die Hinterhoflesungen. 2013 aus der Taufe gehoben, geht das Format 2015 bereits ins dritte Jahr. Und auch davon abgesehen bleibt man der 3 so treu wie sonst nur die Illuminaten der 23. Drei Hinterhoflesungen sind für diesen August anberaumt. Jeweils drei Autoren gehen pro Abend an den Start. Den Auftakt machten am vergangenen Donnerstag Lydia Daher, Nektarios Vlachopoulos und Mareike Götzinger im farbfieber-Hinterhof am Fürstenwall. Genau eine Woche später, am 20.8. nämlich, wird die Reihe in Bilk fortgesetzt. Hinter dem Herr Nilsson präsentieren Sven Hensel, André Herrmann und Jaromir Konecny ihre Texte. Letzterer hat viel erlebt in seinem schon fast 60 Jahre währenden Leben. Er war als Techniker in Libyen, ist von seiner Heimat Prag nach Deutschland emigiert. Hat Chemie studiert und später über die Entstehung des genetischen Codes promoviert. All das dürfte viel Stoff für Geschichten liefern. Und die schreibt er dann auch. Aktuell versteht er sich nämlich als freier Schriftsteller und Publizist.

20.8., 19 Uhr, Herr Nilsson, Martinstr. 58, Düsseldorf

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